Sixpack


Viele Männer und wohl auch einige Frauen träumen vom perfekt austrainierten Waschbrettbauch. Um irgendwann ein echtes Sixpack vorweisen zu können, quälen sich zahllose Menschen fleißig und beharrlich in den Fitness-Studios, achten auf ihre Ernährung – und erreichen ihren Traum oft nicht oder nur unzureichend. Woran liegt das? Ist es wirklich so schwierig, die Bauchmuskeln auf Attraktivität zu trimmen oder liegt es eher an den falschen Trainingsplänen? Und warum ist ein vollkommenes Sixpack eigentlich so begehrt?

Wer an seiner körperlichen Verfassung arbeiten möchte, stellt sich zunächst die Frage: Lohnt sich eine Diät oder ist ein umfangreiches Sportprogramm nötig? Schnell wird klar, dass alleiniges Abnehmen bei Berücksichtigung einer effektiven Diät zwar die Pfunde purzeln lässt, dem Körper und der zunehmend schlanken Linie aber die sportliche Athletik fehlt. Eine Diät und die entsprechend bewusste Ernährung sind für eine Entschlackung und Reinigung des Körpers unbestritten sinnvoll, an der Ausbildung von Muskeln und Sehnen haben sie freilich keinen Anteil.
So erscheint vielen ein umfangreiches Fitnessprogramm nötig. In der Hoffnung, jeden Bereich des Bodys stählen zu und definieren zu können, werden ausgeklügelte Verfahren von angeblich erfahrenen Trainern empfohlen und der eine oder andere erzielt auch durchaus Erfolge damit. Die Arm- und Beinmuskeln wachsen mit der Zeit, der Nacken verbreitert sich, der Brust- und Schulterumfang nimmt zu. Einzig am Bauch (und bei Frauen am Po) halten sich in vielen Fällen geradezu unverwüstliche Fettpölsterchen, das erhoffte Sixpack zeigt sich nur selten. Daran verzweifeln nicht wenige und versuchen es mit anderen Programmen – bis sie schließlich entnervt aufgeben.

Dabei ist eine attraktiver Waschbrettbauch gar nicht so schwierig zu erreichen. Die wohldefinierten, ausgeprägt – athletischen Bauchmuskeln erfordern jedoch eine ganz spezielle Stimulierung, sie lassen sich nicht wie etwa die Arme oder Beine durch ständige und möglichst häufige Bewegungen und Übungen zum Wachstum animieren. Das eigentliche Geheimnis lautet: Jeder Mensch hat im Grunde genommen ein Sixpack – es ist nur unsichtbar, versteckt unter den Fettschichten, die sich der Körper für Notzeiten oder aufgrund eines eher unsportlichen Lebensstils zugelegt hat. Schließlich sind die Bauchmuskeln im Verbund mit Hüfte und unterer Rückenpartie für die Stützung und Koordination unseres Bewegungsapparates verantwortlich. Wären sie nicht oder kaum vorhanden, würde der Mensch ständig im wahrsten Sinne des Wortes umknicken, sich nicht halten können und bräuchte – so kurios das auch klingen mag – eine künstliche Hüftstütze für den aufrechten Gang. Der ganze Weg vom Affen zum Homo Sapiens und die damit einhergehende Erhebung der Vormenschen in der Savanne zum aufrechten Gang wäre nie ohne die Entwicklung und das Vorhandensein von entsprechend gestalteten Bauchmuskeln verlaufen.

Deshalb gilt: Wer einen flachen Bauch möchte, bekommt auch einen. Zugegeben, der Weg dorthin ist nicht ohne weiteres möglich, es gehören Training, Verzicht und eine allgemein gesunde Lebensweise dazu. Mit den richtigen Übungen jedoch zeigen sich recht schnell die ersten Erfolge. Dabei ist es in erster Linie wichtig, auf die passende Belastung zu achten, es bei aller Sehnsucht nach schnellem Wachstum nicht zu übertreiben und vor allem sich konsequent an die Vorgaben zu halten.

Leider taugen die meisten Trainingspläne nicht sonderlich für den Aufbau eines Sixpacks. Entweder setzen sie an der falschen Stelle an, belasten den Körper und damit unseren ganzen Organismus über Gebühr oder sie berücksichtigen nicht die gesamtheitliche Struktur eines tatsächlich effektiven Programms. Einen wirklich flachen Bauch zu erreichen erfordert Maß und zugleich Geduld.

Die richtige Ernährung ist an dieser Stelle als eine besonders entscheidende Grundlage zu nennen. Nur wer sich bewusst ernährt und viel auf Gemüse, Obst oder auf Ballaststoffe und Eiweiß Wert legt, unterstützt seinen Körper beim Muskelaufbau. Der flache Bauch profitiert schließlich nicht von der Zufuhr von Fett und ungesunden Kohlenhydraten, sondern vielmehr vom Verzicht auf oftmals lieb gewonnene Gewohnheiten. All die massiv versalzenen oder überzuckerten Snacks sind zu meiden und durch günstigere Lebensmittel zu ersetzen.

Vor allem aber ist die konzentrierte Arbeit am Bauch nötig. Um das ersehnte Ziel eines Waschbrettbauches zu erreichen, ist natürlich der Aufbau von Muskeln entscheidend. Schließlich wird der Körper bei entsprechender Muskelmasse zur Verbrennung von Fett angeregt. Die einfache Formel lautet: Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Kalorienbedarf, dieser wiederum führt zur umfassenden Fettverbrennung durch den Stoffwechsel. Der schlanke Bauch kommt erst zum Vorschein und kann definiert werden, wenn die Fettschichten nachhaltig verschwinden. Gerade die unteren Bauchmuskeln sind erst bei einem recht geringen Körperfettanteil zu sehen, ein physiologisch absolut logischer Umstand. So eignet sich die Bauchgegend, neben dem Po, ganz sicher als hervorragender Fettspeicher und stellt deshalb für die Trainierenden eine echte Herausforderung dar.
Nicht die übertriebene Häufigkeit entscheidet bei den Übungen und sportlichen Einheiten, sondern vielmehr die beharrlich betriebene Umsetzung. Der Erfolg freilich überzeugt und der nächste Spaziergang am Strand wird dann endlich zum erhofften Schaulaufen.